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Welche Gebühren fallen für Kreditkarten an?

Für Kreditkarten können unterschiedliche Gebühren anfallen, von denen wir im Folgenden die wichtigsten Arten erläutern wollen. Es gibt darüber hinaus noch weitere Gebühren beispielsweise für eine Motivgestaltung der Karte, bei Kartenverlust oder für eine Partnerkarte.

Jahresgebühr

Diese jährlich (manchmal erst ab dem zweiten Jahr) erhobene Grundgebühr ist nicht bei allen Kreditkarten fällig, sondern bei modernen Karten eher selten geworden. Auch kann eine Jahresgebühr ab einem bestimmten Umsatz entfallen. Karten ohne Jahresgebühr werden gern als “kostenlose Kreditkarten” beworben, was natürlich nicht stimmt: Die Gebühren entstehen dann an anderer Stelle, auch können gebührenfreie Kreditkarten im Soll höher verzinst werden. Wo eine Jahresgebühr erhoben wird, beträgt sie im Normalfall zwischen rund 20 bis 100 Euro jährlich, sie sollte dem Kunden einige Zusatzleistungen wie Reise- oder Diebstahlversicherungen einbringen. Prepaid-Karten kosten aktuell (Anfang 2015) noch fast durchweg eine Jahresgebühr. Es gibt durchaus sehr viel höhere Jahresgebühren für Platin-, Black- oder Excellence-Karten. Hier ist schon mal ein Butler-Service inklusive, der Kreditrahmen der wohlhabenden Klientel bewegt sich im sehr deutlich fünfstelligen Bereich, die Jahresgebühr kann aber in einigen Fällen 1.000 Euro und mehr betragen.

Bargeldgebühr

Bei so gut wie allen Kreditkarten fallen unterschiedliche Bargeldgebühren (auch im Inland) an. Deren Höhe hängt davon ab, wo das Bargeld bezogen wird: An den Automaten der eigenen Bank und auch in Verbundsystemen wie z.B. der Cash-Group (Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit München und DAB) kann der Bargeldbezug nichts kosten, bei anderen Banken sehr unterschiedliche Gebühren zwischen etwa 1,30 bis 6,10 Euro (Letztere an Autobahnraststätten). Grundsätzlich wird am Geldautomaten auf die entstehende Gebühr hingewiesen. Achten Sie bei der Beantragung einer Kreditkarte auf kostenfreie Bargeldabhebungen. Wir empfehlen dafür die Barclaycard New Visa oder die DKB-Visa Kreditkarte.

Fremdwährungsgebühr

Die Fremdwährungsgebühr fällt unabhängig von der Bargeldgebühr beim Bargeldbezug außerhalb der Eurozone an. Es gibt heute schon Kreditkarten mit weltweit kostenlosem Bargeldbezug, die Bargeldgebühr entfällt also komplett – die Fremdwährungsgebühr jedoch nicht in allen Fällen. Die Fremdwährungsgebühr, die auch als “Auslandseinsatzentgelt” bezeichnet wird, kann fix pro Abhebung rund 1,50 bis 2,50 Euro kosten (eher selten), meist sind es 0,8 – 2,0 % vom abgehobenen Betrag. Bei einigen Kreditkarten summieren sich tatsächlich Bargeld- und Fremdwährungsgebühr zu stolzen vier bis sechs Prozent pro Bargeldbezug außerhalb der Eurozone. Bei Zahlungen in Geschäften oder auch im Internet fällt die Fremdwährungsgebühr ebenfalls an, sofern die Währung nicht auf Euro lautet.

Sollzinsen auf die Kreditkarte

Eine echte Kreditkarte gewährt einen echten Kredit, auf den natürlich Sollzinsen entstehen. Die Sollzinsen bezeichnen zunächst nur den generell pro Jahr entstehenden Zinssatz auf die Beanspruchung, während der effektive Zins von den Rückzahlungsmodalitäten abhängt – damit also von der Laufzeit des gewährten Kredits. Die Kartenanbieter regeln das auf höchst unterschiedliche Weise. In einigen Fällen haben die Kunden ein kostenloses Zahlungsziel von bis zu zwei Monaten, in dieser Zeit entstehen keine Sollzinsen. In anderen Fällen werden die Zinsen sofort und taggenau berechnet. Die Kreditkarte kann auch direkt mit einem Girokonto gekoppelt sein und bei einer Inanspruchnahme keine Sollzinsen kosten, wenn das Konto im Plus geführt wird. Ansonsten betragen die Sollzinsen den Dispozinssatz.

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