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Visa auf dem Vormarsch – Immer mehr Kunden zahlen mit Kreditkarte

Das Kreditkartenunternehmen Visa konnte sich im letzten Jahr nicht beschweren. Es wurden deutlich mehr Transaktionen mit der Visa Kreditkarte umgesetzt. Außerdem konnte Visa deutlich mehr Kreditkarten herausgeben. Allerdings befindet sich in dieser gesamten Entwicklung leider auch ein Wermutstropfen.

Auch für geringere Beträge zücken die Kunden heute häufiger die Kreditkarte. Errechnet man einen Durchschnitt, so sank der Transaktionsbetrag pro Kreditkartenbenutzung im Schnitt um 3,6 Prozent und damit auf einen Betrag von rund 69 Euro, für den Kreditkartenbesitzer ihre Visa Karte schon zum Einsatz brachten. Die Kreditkarte hat sich zu einem alltäglichen Zahlungsmittel etabliert und sie wird längst nicht mehr nur für größere Anschaffungen genutzt – so Albrecht Kiel, der seit Oktober 2015 im Zentraleuropa-Geschäft von Visa verantwortlich ist.



Parallel zum häufigeren Einsatz und der Nutzung der Karte auch schon für geringere Geldbeträge, stieg gleichzeitig auch die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Kredit- und Bankkarten an. Insgesamt sind inzwischen in Deutschland rund 59,1 Million Karten im Umlauf, das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent.
An den Ladenkassen in Deutschland stieg die Anzahl der Visa-Transaktionen um insgesamt rund 20 Prozent. Diese Entwicklung ist allerdings wenig überraschend, wenn man weiß, dass mit 9 von 10 der großen Einzelhändler erfolgreiche Verhandlungen absolviert wurden.

Mit Ausnahme des Lebensmittel-Discounters Penny akzeptieren inzwischen auch Lidl und Aldi Nord sowie Süd und Rewe und auch zahlreiche Edeka-Märkte die Bezahlung per Kreditkarte. Ein wichtiges Argument dafür liegt in der Deckelung, die für die Kreditkartengebühren erfolgt ist. Kiel rechnet deshalb mit einer Fortsetzung des aktuellen Trends und dass dieser sich auf die mittelständischen Betriebe übertragen wird.

Kontaktloses Bezahlen – hier gibt es noch “Ladehemmungen”

Das kontaktlose Bezahlen kommt auch langsam in Deutschland an. Eines ist sicher: der Ausbau der Infrastruktur schreitet voran. Rund 100.000 Terminals sind derzeit für die Zahlung mittels NFC-Technik gerüstet, bestätigt der Manager von Visa. Zusätzliche 350.000 Terminals sind noch auf ein Software-Update angewiesen. Dazu ist die Zahl der kontaktlos nutzbaren Karten auf 4,1 Millionen angestiegen. Das bedeutet ein Plus von rund 52 Prozent.

Das ist allerdings – verglichen mit den insgesamt 20,2 Millionen Visa-Kreditkarten, die hierzulande ausgegeben wurden, noch immer ein eher sparsamer Anteil. Das Unternehmen veröffentlicht aus diesem Grunde auch lediglich europaweite Zahlen. Mehr als eine Milliarde kontaktlose Transaktionen konnten durch Visa im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnet werden – so der Manager von Visa. In England dagegen, wo auch beispielsweise das Ticket für die U-Bahn kontaktlos bezahlt werden kann, nutzt inzwischen jeder siebte Verbraucher diese Möglichkeit. Dagegen war es dort vor einem Jahr noch einer von 25, der dieses Bezahlsystem nutzte.

Auch Polen kann als Vorzeigeland bezeichnet werden, wenn man von der Nutzung der technischen Neuerungen innerhalb des Zahlungsverkehrs redet. Marketing-Aktionen wie beispielsweise das so genannte „Cupgrade“, das in Kooperation mit Starbucks durchgeführt wurde, will die deutschen Verbraucher dazu bringen, dass das Kreditkarten- Unternehmen wie auch das kontaktlose Bezahlen einfach deutlich bekannter wird. Bezahlt ein Kunde kontaktlos, dann bekommt er im Rahmen des so genannten „Cupgrade“ ein kostenloses Upgrade seines Kaffees auf die nächstgrößere Bechergröße.



Keine aktuellen Details über die Fusion mit Visa

Welche Entwicklungen sich für die Händler im Zusammenhang mit der im November veröffentlichten Fusion mit Visa Inc. ergeben, dazu wollte Kiel sich bisher nicht detaillierter äußern. Eines ist allerdings schon bekannt gegeben worden: Im dritten Quartal des aktuellen Jahres soll die Übernahme Visa Europes durch Visa Inc. dann endgültig abgeschlossen sein. Allgemein gab der Manager Marketingmaßnahmen bekannt. Weiterhin betonte er noch einmal die Bedeutung der bereits bestehenden Partnerschaften mit Banken sowie Händlern und er bestätigte darüber hinaus öffentlich den Ersatz von V.me durch Visa Checkout.

Finden neue Vertragsverhandlungen statt, dann werden diese aller Voraussicht nach eine Konsequenz aus der absolvierten Verschmelzung sein. Der Handel wird davon zum Glück nichts spüren, denn für ihn wird grundsätzlich alles inhaltlich gleichbleiben, so Luca Zanotti, rechtlich Verantwortlicher für Fragen beim Acquirer Concardis. Die Händler sehen dies anders, denn sie befürchten steigende Kosten.

Kreditkarten Vergleich »


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