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Kreditkarte notwendig: Im Ausland nur noch begrenzt Barzahlungen erlaubt

In Deutschland ist es zwar unüblich, doch theoretisch könnten Immobilien, teure Autos oder Schmuck bar bezahlt werden. In anderen Ländern – auch innerhalb der EU – stehen teilweise hohe Strafen auf Barzahlungen ab bestimmten Beträgen. Abhilfe schafft hier eine Kreditkarte. Denkbar wäre auch die Girocard, doch häufig sind die Limits bei einer Girocard wesentlich geringer als bei Kreditkarten.

Diese Bargeldobergrenzen gelten im Ausland

In Europa gelten unten genannte Regelungen bezüglich Bargeld-Obergrenzen. Wer Einkäufe darüber hinaus tätigen will, muss das Geld überweisen oder mit einer Kreditkarte bezahlen. Die Aufzählung ist nicht abschließend und teilweise gibt es bei Privat-Geschäften unter Einheimischen andere Regelungen.

Vor allem Touristen, die nach Dänemark, Griechenland, Italien und Portugal reisen, sollten sich vorher genauestens über die Bargeldhöchstgrenzen informieren. Beispielsweise dürfen in Italien und Portugal Beträge über 1.000 Euro nicht bar bezahlt werden. Eine Kreditkarte ist in diesen Ländern äußerst ratsam.

Belgien

In Belgien dürfen Waren und Dienstleistungen nur bis zu einem Betrag von 3.000 Euro bar beglichen werden. Wer diese Regelung nicht beachtet, muss mit einer Strafe zwischen 250 und 250.000 Euro rechnen.

Dänemark

In Dänemark liegt die Obergrenze für Barzahlungen bei 10.000 Dänischen Kronen (entspricht rund 1.350 Euro).

Frankreich

Ausländer dürfen bis zu 15.000 Euro in bar bezahlen, für Einheimische gilt die Obergrenze von 3.000 Euro.

Griechenland

Von einem Autokauf abgesehen, dürfen Barzahlungen nur bis zu einer Grenze von 1.500 Euro getätigt werden.

Italien

In Italien herrschen die strengsten Regelungen innerhalb der Europäischen Union. Bis zu einem Betrag von 999,99 Euro darf bar bezahlt werden. Ab 1.000 Euro muss per Kreditkarte, Überweisung etc. bezahlt werden. Bei Missachtung des Gesetzes werden mindestens 3.000 Euro Strafe fällig. Maximal sogar 40 Prozent des bezahlten Betrags.
Mieten, auch für Ferienwohnungen usw., dürfen nur per Überweisung oder Kreditkarte bezahlt werden und nicht in bar.

Polen

Die Obergrenze für Barzahlungen beträgt in Polen 15.000 Euro.

Portugal

Auch in Portugal sind die Regelungen recht streng. Bis maximal 1.000 Euro darf hier in bar gezahlt werden. Für Privatleute gelten andere Vorschriften.

Spanien

Ausländer – die nicht in Spanien leben – dürfen bis zu 15.000 Euro in bar bezahlen, Einheimische nur 2.500 Euro. Bis zu 25 Prozent des Betrags kann als Strafzahlung verhängt werden.

Warum Barzahlungen “unter Strafe”?

In Deutschland kann ein Händler zwar die Annahme von mehr als 50 Münzen verweigern. Auch wenn ein kleiner Betrag mit einem sehr großen Schein bezahlt werden soll (beispielsweise einen Schokoriegel mit einer 100-Euro Banknote). Doch Obergrenzen gibt es grundsätzlich nicht. In vielen Nachbarländern sieht die Sache anders aus.
Zwar können in Restaurants, Bars und kleinen Läden weiterhin teilweise nur bar bezahlt werden, doch ab einer bestimmten Höhe gibt es Grenzen. Warum?

In erster Linie geht es um die Verhinderung von Steuerhinterziehung und anderen kriminellen Handlungen. Barzahlungen sind anonym und keiner kann die Spur verfolgen. Regierungen versuchen daher, der Kriminalität einen Riegel vorzuschieben. Überweisungen, Zahlungen mit Kreditkarte usw. sind transparent und können jederzeit abgefragt werden.

Doch genau da liegt auch ein Kritikpunkt. Der “normale” Bürger wird so immer transparenter und gläsern. Für Bargeld-Gegner sind das jedoch keine begründeten Argumente. Zahlungen mit Kreditkarte haben viele andere Vorteile wie beispielsweise Sicherheit. Wird die Kreditkarte gestohlen oder verloren, kann sie gesperrt werden und das Geld ist “gerettet”. Bei Verlust oder Diebstahl von Bargeld, ist das Geld unwiederbringlich verloren.


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